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Mehrfamilienhaus und Verwaltung

Glasflächen eines Hauses erfassen

Wer ein Mehrfamilienhaus oder Gewerbeobjekt betreut, kennt Fenster, Türen und Oberlichter meist nur nach Gefühl. Ein Glasverzeichnis hält Lage, Maß und Aufbau fest. Im Schadenfall muss niemand mehr raten, und die Fachkraft kann Sicherung und neue Scheibe gezielt vorbereiten.

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Kellergang mit Kellerabteilen in einem Mehrfamilienhaus

Was ins Verzeichnis gehört

Für jede Scheibe tragen Sie Lage, Raum, Art des Bauteils und Maße ein.
Dazu kommen die Glasart, soweit erkennbar, und die Zahl der Scheiben im Aufbau: einfach, doppelt, dreifach. Ein Stempel am Rand gibt oft Auskunft über Dicke und Aufbau. Ein Foto der Ecke mit Stempel gehört an den Eintrag. Auch die Himmelsrichtung der Fassade und die Etage erleichtern später die Zuordnung zum Gebäudeteil.
Ergänzen Sie, ob die Scheibe besonders belastet ist: Eingangstür, Erdgeschoss, Treppenhaus, Fluchtweg.
Notieren Sie, ob der Rahmen aus Holz, Kunststoff oder Aluminium besteht. Je einheitlicher die Liste geführt wird, desto leichter lässt sie sich später sortieren, etwa nach Stockwerk oder Hausnummer.
Bei Mehrfamilienhäusern lohnt es sich, Gemeinschaftsflächen und Wohnungen getrennt zu führen.
Eine saubere Trennung in der Liste verhindert Rückfragen, wenn ein Schaden gemeldet wird.

Wie die Erfassung abläuft

  • Gehen Sie das Haus systematisch ab, von unten nach oben und von außen nach innen. Nehmen Sie ein Maßband, ein Smartphone und eine Vorlage mit. Messen Sie bei unbeschädigten Scheiben Breite und Höhe der sichtbaren Glasfläche, nicht des Rahmens. Das genaue Aufmaß für die Fertigung nimmt später die Fachkraft; die Liste dient nur der Vorbereitung.

  • Bei großen Objekten bietet sich eine Aufteilung in Hausabschnitte an. Eine Skizze der Fassade mit nummerierten Feldern macht lange Beschreibungen überflüssig. Zum Aufmaß beim Einsatz siehe So wird die neue Scheibe vermessen.

  • Hilfreich ist ein Farbcode für Prüfstände: grün für geprüft, gelb für auffällig, rot für beschädigt. Bei Auffälligkeiten tragen Sie ein, was Sie sehen, etwa beschlagenes Glas im Zwischenraum oder Riss am Rand. Steht bei Isolierglas Feuchtigkeit im Scheibenzwischenraum, ist der Randverbund undicht, was das Verzeichnis früh sichtbar macht.

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Besondere Gläser kennzeichnen

Markieren Sie Scheiben, die nicht Standard sind: Brandschutzglas in Fluren, Verbundsicherheitsglas an Erdgeschossfenstern, Ornament- oder Drahtglas im Treppenhaus. Für Brandschutzglas darf der Ersatz nur durch einen Fachbetrieb mit passender Zulassung erfolgen. Das gehört deutlich in die Liste.

Pflege der Liste und Nutzen im Ernstfall

  • Eine Liste ist nur so gut wie ihr Stand. Aktualisieren Sie sie nach jedem Glastausch und bei Umbauten. Wer mehrere Gebäude betreut, führt je Haus ein eigenes Blatt oder eine eigene Tabelle. Legen Sie sie digital ab und zusätzlich als Ausdruck an einem Ort, den die Verwaltung und Ihre Vertretung kennen.

  • Im Schadenfall nennen Sie am Telefon den Eintrag, etwa Haus 2, zweites Obergeschoss, Treppenhausfenster. Die Fachkraft sieht Maß, Aufbau und Besonderheiten und kann Material für die Sicherung vorbereiten. Bei Mietobjekten erleichtert das auch die Abstimmung mit Hausverwaltung und Eigentümern.

  • Planen Sie den Tausch auffälliger Scheiben zusammen. Mehrere Aufträge auf einmal lassen sich leichter organisieren als einzelne Notfälle, und die Fachkraft kann Maße gesammelt aufnehmen. So wird aus der Liste ein Werkzeug für die Instandhaltung statt eines Ordners für den Schadenfall.

Das gehört in jeden Eintrag

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Zum Selbst-Abhaken, keine Terminzusage.

Rückfragen

Wie genau müssen die Maße im Verzeichnis sein?
Ungefähre Maße genügen. Sie dienen der Vorbereitung, nicht der Bestellung. Das genaue Aufmaß mit Falz, Glasdicke und Randverbund nimmt die Fachkraft vor Ort. Wichtig ist, dass die Zuordnung zur Scheibe stimmt.
Woran erkenne ich den Glasaufbau, wenn kein Stempel zu finden ist?
Ein Blick auf die Kante zeigt, ob mehrere Scheiben mit Abstandhalter vorliegen. Bei Unsicherheit hilft ein Foto der Kante für den Glaserbetrieb.
Wie oft sollte das Verzeichnis überprüft werden?
Nach jedem Umbau und mindestens einmal im Jahr bei einem Rundgang. Dabei fallen auch Risse und undichte Randverbunde auf. Kleine Schäden lassen sich leichter planen als ein plötzlicher Bruch.
Wer sollte Zugriff auf die Liste haben?
Verwaltung, Hausmeister und eine Vertretung. Die Liste enthält keine sensiblen Daten, zeigt aber Schwachstellen am Haus. Geben Sie sie deshalb nur an Beteiligte weiter und halten Sie sie nicht öffentlich im Treppenhaus aus.

Aktenvermerk

Ein Anruf, dann wird die Öffnung gesichert.

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